Pünktlich zur Sommersaison rückt der frisch aufbereitete Maasgrundweiher in den Mittelpunkt einer großen Produktion des Karnevalverein Frohsinn 1890 e.V. zusammen mit dem Musical-Ensemble „Voice:Ten“.
Mit einer Musical-Adaption der Operette „Im weissen Rössl“, bei der das Treiben rund um das berühmte Hotel am Wolfgangsee in unser schönes Oberursel verlegt wird und als „Orschelrette“ mit Lokalkolorit und unter dem Titel

„Im weißen Bembel am Maasgrundsee“

daherkommt, wird der Karnevalverein Frohsinn im diesjährigen Sommer sein Publikum begeistern. Die Hauptrollen in dieser Musikkomödie übernehmen die Mitglieder des Oberurseler Musicalensembles "Voice:ten" zusammen mit Aktiven aller Korporationen des KV Frohsinn. In den Rollen des Personals und der illustren Gästeschar des „Weißen Bembel“ werden über 100 Darstellerinnen und Darsteller auf der Bühne zu sehen und zu hören sein.
Zu insgesamt vier Veranstaltungen vor den Sommerfeiern am 02. und 03. Juli 2022, sowie am 09. und 10. Juli 2022 lädt der Karnevalverein Frohsinn auf sein Gelände im Frohsinnweg 1 ein, um mit uns bekannte Melodien, adaptierte Gassenhauer und hessisches Gebabbel in einer großen, bunten Inszenierung zu feiern

Termine

"Im weißen Bembel am Maasgrundsee"

Musiktheater mit Frohsinn

  • 02. und 03. Juli 2022
  • 09. und 10. Juli 2022
  • Einlass ab 18:00 Uhr
  • Beginn 19:30 Uhr
  • Frohsinn Vereinsgelände
  • Frohsinn-Weg 1
  • 61440 OBERURSEL

Location

Vereinshaus KV-Frohsinn

Frohsinn-Weg 1
61440 Oberursel

Anfahrt

Günstig erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln (ab z.B. ab Ffm-Hauptwache mit der U3 bis Oberursel Glöcknerwiese, dann etwa 5 min den Heidegraben entlanglaufen) oder mit dem Auto die A5 bis Bad Homburger Kreuz, dann A661 bis Oberursel Nord, Richtung Oberursel, an der 1.Ampel "Alte Leipziger" rechts in die Dornbachstr, dann an der Ampel am kleinen Einkaufszentrum rechts in den Heidegraben einbiegen, über die Brücke rechts in den Frohsinn-Weg einbiegen, dann rechts in die Hofeinfahrt, wo genügend Parkplätze zur Verfügung stehen.

Voice:Ten

 Voice:Ten
e.n.s.e.m.b.l.e VOICE:TEN


Seit der Gründung 2005 singen, tanzen und spielen wir uns in fantasievollen Kostümen und Kulissen in die Herzen des Publikums.

Wir interpretieren weltberühmte Musicals, darunter My fair Lady, Cats, Cabaret, König der Löwen, Rocky Horror Show, Elisabeth, Mamma Mia und Phantom der Oper und fügen Stücke verschiedenster Werke zu einzigartigen Gala-Shows zusammen.

Seit vielen Jahren werden wir vom e.n.s.e.m.b.l.e VOICE:TEN bei unseren großen Musical-Produktionen durch das fantastische, fernseherfahrene Ballett des Karnevalverein Frohsinn 1890 e.V. verstärkt. Gemeinsam bieten wir den Zuschauern faszinierende Vorstellungen aus Gesang, Tanz und Schauspiel auf der Bühne.

Das Interview

Peter Bohländer
Autor und Regisseur
Julia Oeffinger
Co-Regisseurin und musikalische Leiterin
Ulfert Hahn
Vorsitzende des Karnevalvereins „Frohsinn“,

Interview der Oberurseler Woche

Der Autor und Regisseur Peter Bohländer, Co-Regisseurin und musikalische Leiterin Julia Oeffinger sowie der Vorsitzende des Karnevalvereins „Frohsinn“, Ulfert Hahn, haben mit der Oberurseler Woche über dieses höchst ambitionierte Projekt geplaudert. Das Gespräch führte Beppo Bachfischer.

Nach zwei Jahren pandemiebedingtem „Verdienstausfall“ des Vereins ein solcher Paukenschlag. Wie und wann seid ihr draufgekommen und auf wen geht die Initiative zu diesem Mammutprojekt zurück?

Peter Bohländer: Etwa im August 2020 stand auf dem Vereinsgelände des KV Frohsinn der wunderbare Kulissenbau der Oberurseler Altstadt, und ich war wieder so begeistert darüber und dachte, dass man da doch was draus machen muss. Da ich nach über 30 Jahren immer noch restlos von dem Zusammenhalt und dem Potential des Vereins begeistert bin, war ich überzeugt davon, dass wir alle zusammen doch an einem großen Projekt arbeiten könnten. Außerdem bin ich ein großer Rössel-Fan. Nachdem ich mir das Theaterstück von 1898 durchgelesen hatte, kam mir die Idee, dass sich das Stück sehr gut dafür eignen würde, es in die heutige Zeit nach Oberursel zu versetzen – zwar extrem verändert, aber dennoch zu erkennen. Außerdem durfte die Musik aus der Operette nicht fehlen. Ich fand aber, dass ein Mix mit tollen Stücken aus aktuellen Musicals das Stück für ein breiteres Publikum zugänglich machen würde und dass man die Brassband vom Frohsinn auch mit Stücken einbauen müsste, die nicht unbedingt aus der Operette stammen. Nachdem ich das Skript soweit beendet hatte, stellte ich es dem Vorstand und dem Verein vor und der war sofort begeistert und dabei.

Und wie kam „Voice:ten“ dazu?

Bohländer: Da das Ballett des „Frohsinn“ schon seit vielen Jahren mit „Voice:ten“ zusammen Shows auf die Bühne stellt, war es naheliegend die Mitglieder von „Voice:ten“ zu fragen, ob sie die Hauptrollen übernehmen – sie waren auch sofort an Bord. Ein richtig großes Glück war es für das Projekt, Julia Oeffinger gewinnen zu können. Sie ist eine tolle Sopranistin mit Theater- und Regieerfahrung. Zusammen machen wir die Regie, coachen die Darsteller im Schauspiel und haben das Skript überarbeitet. Außerdem hat Julia die musikalische Leitung und ich kümmere mich um die Choreografien. Wir sind echt ein Hammer-Team! Ulfert Hahn: Während der Pandemie war es also alleine Peter Bohländer, der die Idee und die Initiative zu dem Musical hatte und sie den Mitgliedern schmackhaft gemacht hat. Er ist ein unglaublich kreativer Kopf, hat unwahrscheinliche Überzeugungskraft und ist ein resoluter Antreiber. Kein anderer hätte so ein Projekt angefasst und auf den Weg gebracht. Der Frohsinn ist ja immer für Überraschungen gut, und jeder weiß, dass die gute Kooperation beim Frohsinn über alle Korporationen und unterschiedlichsten Fähigkeiten hinweg einiges möglich macht. Aber habt ihr bei diesem Projekt nicht wenigstens hin und wieder Mal Angst vor der eigenen Courage? Julia Oeffinger: Auf jeden Fall hat man auch mal Angst vor der eigenen Courage! Man bekommt von so vielen Menschen unglaubliches Vertrauen entgegengebracht, dass wir unsere Arbeit so gut wie möglich machen und am Ende ein tolles Stück auf die Bühne bringen. Da wäre es auch schlimm und vielleicht sogar ein bisschen arrogant, wenn es nicht so wäre.

Aber wenn man von einem Projekt überzeugt ist, so viele tolle Menschen dabei hat, die dafür brennen, und wenn man vor allem so unterstützt wird, entwickelt man das Vertrauen, dass es gar nicht schiefgehen kann.

Bohländer: Für uns alle ist es Neuland! Wir haben seit Jahrzehnten bei den „Frohsinn“- Sitzungen ein tolles Programm auf die Bühne gestellt, doch da hatte jede Kooperation ihren eigenen Block und Auftritt. Jetzt sind wir alle in einem Stück vereint und alle arbeiten zusammen Hand in Hand. Ein wirklich großartiges Gefühl.

Hahn: Das halten wir aktuell wie die Eintracht Frankfurt. Du kannst auch gegen Barcelona gewinnen, du musst nur an dich glauben.

Wann habt ihr angefangen, konkret zu planen und die Pläne umzusetzen? Vor welchen Herausforderungen stehen die Tänzer, die Sänger, die Musiker, die Techniker, die Produzenten?

Bohländer: Die Planung hat im August 2020 begonnen, und nachdem das „Go“ vom Verein „Frohsinn“ und „Voice:ten“ gekommen war, haben wir coronabedingt mit Online-Proben angefangen. Das heißt, die ersten Lesungen, Rollenentwicklung und Besprechung von szenische Ideen fanden dank Zoom per Videokonferenz statt.

Oeffinger: Ja, Corona war und ist leider immer noch eine echte Herausforderung für unser Projekt! Online-Proben und danach streng nach Vorgaben – Proben nur von einzelnen Szenen zu zweit oder zu dritt. Später, als es wieder erlaubt war, gab es dann endlich Proben mit dem gesamten Ensemble. Aber natürlich kommt es im Winter außer Corona-Ansteckung auch viel zu Erkältungen, sodass es immer wieder auch Krankheitsausfälle gab. Das machte die Probenplanung ziemlich schwierig und erforderte von allen ein hohes Maß an Flexibilität und Konzentration.

Hahn: Die größten Herausforderung besteht darin, alle Aktiven nach zweieinhalb Pandemiejahren wieder auf „Betriebstemperatur“ zu bekommen und grundsätzlich alles miteinander zu koordinieren. Stadthallensitzungen haben wir gelernt und organisieren wir im Schlaf. Ein Musical mit mehr als 120 Aktiven, unglaublich vielen Helfern drumherum, als Freiluftaufführung auf unserem Parkplatz, das ist definitiv eine andere Herausforderung.

Warum der Bezug zum „Weißen Rössl“?

Bohländer: Ich liebe das „Weiße Rössel“ und hatte die Möglichkeit, eine Spielzeit lang in Bad Vilbel im Chor mitwirken zu dürfen. Da wuchs es mir nur noch mehr ans Herz.

Ist die Orschelrette das „Weiße Rössl“ auf Orschelerisch?

Bohländer: Bei der „Orschelrette“ gibt das „Weiße Rössel“ nur die Rahmenhandlung vor. Das heißt, die Zuschauer sollen es zwar noch erkennen, aber wir haben es in die heutige Zeit und vor allem von Österreich nach Oberursel versetzt und mit dem neuen Namen: „Im weißen Bembel am Maasgrundsee“ versehen.

Seid ihr näher an der Operette oder am Musikfilm?

Bohländer: Wir haben von allem das Beste adaptiert: die Gags und den Slapstick aus dem Theaterstück von 1898, einige „Gassenhauer“ aus der Operette und etwas von den Figuren und dem Flair des Films. Aber schon allein durch die Einbindung aller Kooperationen des „Frohsinn“ mussten wir einige Änderungen an der Handlung vornehmen. Außerdem haben wir, wie schon gesagt, einige moderne Musicalmelodien eingebaut, die wir extra für unsere „Orschelrette“ umgetextet haben. Wir haben viele Tage zusammengesessen und am Skript gearbeitet und viel Spaß gehabt. Und wir sind immer noch dabei, an der einen oder anderen Stelle zu feilen und sogar weitere Rollen einzubauen.

Wie habt ihr die Rollenbesetzung vorgenommen? Gibt es im „weißen Bembel“ einen Orscheler Leopold und eine Josepha?

Oeffinger: Da das Stück ja in Oberursel spielt, ist unsere Wirtin – sie heißt auch in der „Orschelrette“ Josepha – eine echte Hessin und babbelt wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Die Rolle wird von Ella Oeffinger von „Voice:ten“ gespielt, die passenderweise auch Orschlerin ist. Unseren Leopold spielt der gebürtige Bayer Stefan Schummer von „Voice:ten“. Er darf dem hessischen Gebabbel von Josepha ein bisschen bayerisches Paroli bieten.

Sehr schön!

Oeffinger: Aber auch alle anderen Rollen, sind passend zu den Darstellern von „Voice:ten“ besetzt worden, und wir finden, dass diese Auswahl gut gelungen ist.

Ihr seid es von euren Fremdensitzungen gewohnt, dass eine Korporation nach der anderen ihren Auftritt präsentiert, aber – ihr habt es ja selbst schon angesprochen – nun ist Zusammenspiel angesagt. Probt ihr getrennt und fügt die verschiedenen Parts am Schluss zusammen? Wie meistert ihr diese Herausforderung?

Bohländer: Ja, genau wie von Anfang an so geplant, proben die Kooperationen nach Absprache mit uns autark. Hin und wieder kommen wir dann dazu. Es gab aber auch schon erste Begegnungen zum Beispiel zwischen Ballett und Hauptdarstellern und mit der Garde. Anders ist es leider wegen Corona auch gar nicht möglich. An den zwei geplanten Hauptprobenwochenenden fügen wir alles zusammen. Da steht uns noch eine echte Herausforderung bevor. Nebenbei müssen wir auch Fragen des großartigen Bühnen- und Kulissenbauteams beantworten, aber auch die Technik hat berechtigterweise Fragen. Aber das muss man auch mal erwähnen: Dank einer wirklich hervorragenden Kommunikation zwischen Vorstand, Korperationen, Ausbildern, Übungsleitern, Bau- und Technikteams sind wir sehr gut bei unserem Abenteuer „Orschelrette“ vorangekommen.

Als traditionsreicher Karnevalverein habt ihr ein festes treues Stammpublikum. Wird es euch bei diesem Ausflug auf die große OpenAir-Showbühne folgen?

Oeffinger: Wir hoffen sehr, dass das Publikum Gefallen an unserem Projekt findet und uns kräftig unterstützt. Ich selbst bin Teil einer Mundarttheatergruppe und habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass Stücke mit Lokalkolorit sehr gut bei den Menschen ankommen, die darin ihre Heimatstadt und vielleicht sogar die ein oder andere lokale Anekdote wiederfinden. Auch musikalisch glauben wir, dass für jeden etwas dabei ist. Die bekannten Operetten-Melodien neben den moderneren und schwungvollen Musicalsongs sowie die Kombination aus Tanz und Schauspiel werden hoffentlich alle mitreißen.

Bohländer: Ich denke, dass unser „Frohsinn“- Publikum, das zu den Sitzungen kommt – was ja leider in den vergangenen zwei Jahren nicht möglich war – viel Spaß an unserer „Orschelrette“ haben wird.

Hahn: Grundsätzlich ist unser Publikum aufgrund der Stadthallensitzungen von uns nicht nur die echte und typische Fastnacht gewöhnt, sondern Jahr für Jahr auch einen ordentlichen Schuss an Showeinlagen. Beste Beispiele sind die Auftritte des Balletts, die immer wieder sehr erfolgreich Choreografien zu Musicalthemen präsentiert haben, oder auch die „Frohsinn-Sänger“, die seit Jahren mit viel Unterhaltung, Spielwitz und Rollenspielen ihre Shows aufführen. Und selbst unsere Minis haben in ihren Auftritten schon sehr viele Showelemente eingebaut. Prinzipiell können wir aber auch festhalten, dass ein echter Fastnachter, der einige Jahre auf der Bühne zu Hause ist, auch irgendwie Schauspieler, Showtalent und Allroundkünstler in Personalunion ist.

Bleibt die „Orschelrette“ ein einmaliges Ereignis oder kann sich das Publikum in Zukunft öfter auf eine Frohsinn-Show-Sommernacht einstellen?

Hahn: Das wird sich zeigen. Es ist für alle natürlich sehr viel Arbeit und Zeitaufwand – besonders außerhalb der eigentlichen Karnevalszeit. Im Ganzen haben wir dann doch fast zwei Jahre von der Idee bis zur Fertigstellung gebraucht. Ein langer Weg für alle – auch wenn für uns die Zeit fast zu schnell vergangen ist. Aber erst einmal wollen wir die „Orschelrette“ auf die Bühne bringen und damit den Zusammenhalt, die Freude am Zusammensein und Oberursel feiern. Und wir wollen damit demonstrieren, dass wir auch in schweren Zeiten zusammenhalten – schließlich sind wir eine große „Frohsinnfamilie“. Wenn es unserem Publikum gefällt – haben wir am Ende alles richtiggemacht.

Davon sind wir von der Oberurseler Woche überzeugt. Vielen Dank für diesen Zwischenbericht vor eurem Eintritt in die heiße Probenphase.

Presse

Presseberichte 

  • Oberurseler Woche 05.05.22
    Wenn der Wolfgangsee einfach nach Orschel rückt
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  • Oberurseler Woche 13.01.22
    Frohsinn: Statt Prunksitzungen gibt es ein Musical
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